Hier entsteht etwas Neues: Mehrere Jahre habe ich es vor mir hergeschoben, nun habe ich vor wenigen Wochen endlich den Bau eines neuen Reiserads in Auftrag gegeben. Sehr hochwertig, sehr teuer, aber über JobRad per Gehaltsumwandlung im Leasing-Kauf-Modell und mit einem kleinen Zuschuss meines Arbeitgebers (der allerdings nur die von JobRad vorgeschriebene und gestellte Pflichtversicherung deckt, haha) einigermaßen finanzierbar über drei Jahre. Pinion P.1.18, Riemenantrieb, Scheibenbremse und robustere Ausführung sind die wesentlichen Verbesserungen zu meinem alten Reiserad. Anfang August kann ich es abholen; die Vorfreude steigt…
Nach der großartigen Langzeit-Tour von ca. fünf Monaten und zwei Wochen mit über 9.000 km letztes Jahr ist dieses Jahr alles anders: Es ist momentan noch keine Tour geplant. Vielleicht ein paar Wochen ab Mitte August (dann schon mit dem neuen Rad als Testtour), vermutlich eher irgendwas in der Nähe, vermutlich (hauptsächlich) in Deutschland. Mit Frau P. zusammen wird es wohl leider wieder nicht klappen, aber vielleicht steigt Frau I. ja für ein Wochenende zu. 😉
Das alte Fahrrad ging für 700 € in die Generalüberholung, denn da war nach der langen Tour ja doch einiges kaputt.
Da auch bei meinem Bruder ein Umbruch stattfand (bzw. noch stattfindet), werden wir dieses Jahr erstmals seit vielen Jahren wieder zwei Urlaube zu zweit verbringen: Basislager in Kais Wohnwagen bzw. Vorzelt, mit dabei verschiedene Sportgeräte. Im Juni geht’s an den Plansee und nach Ehrwald (beides österreichisches Zugspitzgebiet), mit dabei Kajak, Rennrad und Trekkingrad. Und im Juli geht’s mit Segeljolle, Kajak und Rennrad in die Niederlande.

Beruflich wird es wohl dieses Jahr auch einen Umbruch geben. Dazwischen baue ich mal wieder meinen Garten und den zweitältesten Teil des Teichs um. Es wird hier also erstmal nicht so viele neue Berichte geben; wer trotzdem etwas lesen will, der kann ein längeres Interview lesen, das Uwe Kauntz von Rockyourgoal mit mir geführt hat.

Wie die eine oder der andere schon bemerkt haben dürfte, haben sich Anfang des Jahres auch ein paar Gelegenheiten ergeben einen Teil der laufenden Kosten für diesen Blog zu refinanzieren. Da hätten wir zum einen die beheizbaren Handschuhe, aber auch die Projekte von Uwe und die Zusammenarbeit mit helden.de. Werbung ist nicht das Ziel dieses Blogs und aufdringliche Werbung wird es hier nicht geben, aber der Blog und das Hosting kostet neben Zeit eben auch Geld und wenn sich gelegentlich mal kleine Möglichkeiten bieten, dann muss man diese auch ergreifen. 🙂
Dieses Jahr ist bisher keine größere Fahrradreise geplant. Stattdessen drei Wochen in Österreich mit Trekkingrad, Rennrad und Kajak. Mein Bruder steuerte Wohnwagen und Vorzelt, seine 2-3 Räder und ein SUP bei. Vom Basislager am Plansee aus unternahmen wir Tagestouren und -aktivitäten. Deshalb sind die sportlichen Aktionen in den kommenden Beiträgen etwas diverser und nicht nur aufs Trekkingrad (oder im größeren Rahmen auch Rennrad) begrenzt. 😉
Die Anfahrt erstreckte sich über eineinhalb Tage, übernachtet habe ich bei meiner Mutter in der Nähe von Stuttgart. Damit man sich nicht nur an Weihnachten sieht. 🙂
Mit dem Essen ist das so eine Sache: Mein Bruder trifft öfters nicht so unbedingt meinen Geschmack. Manche Dinge mag er nicht, manche ich nicht, bei manchen Dingen hat er komische Ernährungsangewohnheiten. 😀 Und die Kochmöglichkeiten und -künste sind in ner kleinen Wohnwagenküche sowieso eingeschränkt. Aber er bekocht mich und ich muss mich nicht um viel kümmern, was das angeht. Auch die Lebensmittel hat er besorgt und bisschen geplant, was man kochen könnte (danke). Von daher esse ich brav, was mir vorgesetzt wird und beschwere mich nicht. 😉
Bergwandern ist generell nicht so meins, aber hauptsächlich wegen Blasenproblemen. Bei der ersten Tour schlugen natürlich auch die mangelnde Fitness und keinerlei Training zu.
Direkt einen Tag später waren es dann die Blasen (vier Stück). Vielleicht hätte man besser was anderes zwischendurch gemacht und Wandern erst wieder 2-3 Tage später…
Um die Nahrungsmittelvorräte etwas aufzustocken haben wir dann eine kleine schweißtreibende Versorgungsfahrt mit dem Rad unternommen.
Dann folgte eine schöne Kajaktour im Verlauf derer wir uns im Wald aufgehängt haben…mit Hängematten.
Leider vergessen die Strecke zurück aufzunehmen:
Am Sonntag fuhr mein Bruder dann für eine Woche nach Hause um zu arbeiten.
Am Sonntag musste mein Bruder zurückfahren um eine Woche zu arbeiten. Nun war ich also eine Woche auf mich alleine gestellt. Da ich es hasse von Hand Geschirr zu spülen, blieb die Küche kalt. An drei Tagen habe ich mir etwas vom Camping-Kiosk geholt, an anderen Tagen war noch Proviant von den Radtouren übrig, den ich unterwegs nicht geschafft hatte, weil ich aufgrund der Hitze so viel getrunken hatte, dass der Hunger unterwegs fehlte. Im Prinzip habe ich versucht jeweils einen Aktiv-Tag mit einem Relax-Tag abzuwechseln. Das hat trotz der großen Hitze mit bis zu 33 °C und kaum Schatten am Platz um den Wohnwagen herum gut geklappt.
Diese „Steinburgen“ am Seeufer gab es auf der anderen Seite des Sees, ca. fünf bis zehn habe ich gezählt (je nachdem ab welcher Größe man es als solche zählen mag). Die größte und geräumigste hatte ich an diesem Tag besetzt. 🙂
Das war eine wirklich traumhafte Tour!
Danach folgte wieder ein Entspannungstag am See in meiner Strandburg.
Zu heiß um richtig aktiv zu sein abseits des Sees. Diesmal war die größte Strandburg schon besetzt, da musste ich auf die nächstkleinere in der Nähe ausweichen. Ich hatte das SUP meines Bruders ans Kajak angehängt, bin zur Strandburg am anderen Ufer gepaddelt und versuchte dann dort mal stehend auf einem SUP zu balancieren. An einer Stelle am See wo es kaum Zuschauer gab, haha. Reingefallen bin ich zwar nicht, aber durch das umständliche Rechts-links-Paddeln, das ständige Ausgleichen der Wellen mit den Beinen und das mehr Abtreiben als Vorankommen bei Wind wurde mir schnell klar, dass das nichts für mich ist. Aber gut, dass ich es mal ausprobiert habe.
Am Samstag kam mein Bruder zurück, wir bauten das Vorzelt ab und verstauten alles in beiden Autos. Wir wollten um 11 Uhr die Fernpassstraße nach Ehrwald nehmen, dann aber Vollsperrung wegen einer Demo gegen den Ausbau der Straße. Umleitung wäre ne laaange Strecke gewesen. Also in Reutte auf nen Aldi-Parkplatz gestellt, etwas eingekauft und Auto vollgeladen. Dann war die Straße wieder offen, aber mein Bruder latschte noch irgendwo im Ort rum. Naja, wir konnten eh erst eine Stunde später auf den neuen Campingplatz.
Die dritte Woche am Stück. Nun richtig im Gebirge bzw. am Fuß eines Gebirges, wo an jeder Stelle ein Wanderweg beginnt, will mein Bruder den Fokus wohl eher aufs Wandern verlegen. Los ging es aber trotzdem mit einer kleinen Radtour, die unterwegs allerdings spontan zu einer großen Tour ausartete. Einen Tag später wanderte mein Bruder in Richtung Zugspitze, ich blieb auf dem Campingplatz um hier mal den ganzen liegen gebliebenen Digitalkram (diesen Blog, haha) aufzuarbeiten. Es war doch einiges an Regen und Gewitter im Laufe des Tages angesagt, da dachte ich, eine längere Radtour macht keinen Sinn. Allerdings hat es bis jetzt um 15 Uhr nur ein bisschen getröpfelt. Wettervorhersage in den Bergen – ein Glücksspiel.
Nach einem Entspannungs- und Erholungstag für mich (mein Bruder kletterte derweil die halbe Zugspitze übers Geröllfeld bis zum Beginn der Leitern hoch) und einem Unwetterabwettern mit durchgebogener Vorzeltstange wegen Wassersackbildung und total durchnässtem Vorzeltuntergrund ging es dann am nächsten Tag auf die Ehrwalder Alm und weiter bis zur Pestkapelle, wo wir dann wegen meiner beginnenden Blasenbildung umdrehten. Sonst wäre zeitlich sogar neben der Ehrwalder Alm noch eine weitere Alm drin gewesen. Aber beim Abstieg hörte man dann auch schon Gewittergrollen und es wurde dunkel am Himmel, von daher war es sicherer umzudrehen (wenn auch dann später nur etwas Regen kam).
Nach einem Pausentag zur Regenerierung (der auch dem Regen geschuldet war) ging es an eine kleine Fahrradrunde.
Zum Abschluss des Urlaubs die beste Wanderung der gesamten drei Wochen:
Bei einer Rast am Seebensee sind wir mit einer Familie ins Gespräch gekommen. Die Frau lieh mir eine Schere aus ihrem Verbandskasten; damit konnte ich einen Teil der Innenbeschichtung meines Schuhs herausschneiden, der sich gelöst und überlappend verklebt hatte. An der Stelle begann sich nämlich wieder eine Blase zu bilden. Diese Frau hat mir die Wanderung gerettet. 🙂
Und morgen geht es dann auch schon wieder nach Hause in den Norden Deutschlands…









