Umsetzung (Navigation)

Der fertige GPS-Track wird auf dem Android-Smartphone mit Locus Map Pro importiert und angezeigt. Die Navigations- und Geocaching-App Locus Map gibt es in einer freien und einer kostenpflichtigen Version. Ich hab mal nen Zehner investiert und mir die Pro-Version zugelegt, da ich damit auch gerne geocache.

Man kann Online- oder Offline-Karten verwenden. Ich verwende grundsätzlich Offline-Vektorkarten, die man im Vorfeld kostenlos aus dem Internet laden kann, um dann unterwegs keine Datenverbindung aktivieren zu müssen. Das spart Kosten und Strom. Navigation von Punkt A zu B funktioniert zwar am besten online, aber dank meines GPS-Tracks für eine Reise brauche ich das sehr selten.

Wie macht man das mit der sicheren und wetterfesten Navigation per Smartphone auf dem Rad? Ganz einfach: Seit Jahren hat sich die wasserdichte Lenkertasche PhoneBag M Duratex mit KLICKfix-Anschluss von Rixen und Kaul auf dem Steuerrohr bewährt. Hält absolut sicher und ist wirklich wasserdicht. Es kann lediglich passieren, dass bei Regen das Display ein wenig beschlägt und die Reaktion auf den Finger zum Bedienen etwas nachlässt, was ich aber als keine allzu große Einschränkung empfinde. Bei grellem Sonnenlicht muss das Smartphone auf die maximale Display-Helligkeit eingestellt werden, was bei meinem Samsung Galaxy S7 dazu führte, dass sich die Menüleiste von Locus Pro ein wenig in das AMOLED-Display eingebrannt hat. Naja, irgendwas ist immer… 😉

Weil vor allem sonnenreiche Tage viel Stromverbrauch bedeuten, muss das Smartphone nachgeladen werden. Das USB-Kabel zum Laden des Smartphones führe ich oben rechts aus der Smartphone-Tasche und direkt in eine an der Ortlieb-Lenkertasche separat angebrachte zusätzliche kleine wasserdichte Tasche aus dem Ortlieb-Programm. Diese enthält immer eine Stirn-Lampe (im Falle einer Ankunft bei Nacht) und vor allem den Forumslader mit 6 Batteriezellen.

Der Forumslader wandelt den Wechselstrom aus dem Nabendynamo von SON in Gleichstrom um und speichert ihn in der Batterie bzw. lädt das Smartphone konstant per USB. Seit ich hauptsächlich mit Anhänger und geringeren Geschwindigkeiten unterwegs bin, reicht das Laden rein aus dem Nady allerdings nicht mehr aus.

So muss ich alle paar Tage mal Strom aus dem per Solar-Panel geladenen Solar-Akku von GOAL ZERO in den Forumslader „umschichten“. Man könnte ihn natürlich auf Campingplätzen auch mal an der Steckdose laden wie eine normale Powerbank, aber ich mag es autark zu sein. Und bequemer ist es auch, wenn das nachts im Zelt quasi im Schlaf passiert. Der Ladezustand (SOC) sowie viele andere Parameter lassen sich mit der zugehörigen App per Bluetooth (beim neueren Forumslader im Anhänger auch per Bluetooth Low Energy – BLE) einsehen oder auch einstellen.


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