Radtrekking

Nachts um vier in Schweden…

Wer das Radfahren und Zelten, ja das Leben mit und in der Natur nicht schon selbst erlebt hat, der mag vielleicht Schwierigkeiten haben meine Begeisterung dafür nachvollziehen zu können. Es ist ja auch nicht immer schön und manchmal sogar recht beschwerlich – der Faktor Wetter hat wahrscheinlich den größten Einfluss. Oder gesundheitliche Probleme, weil man sich bei der Tourenplanung zu viel zugemutet hat. Das Fahrrad und die Technik spielen natürlich auch nicht immer mit. Oder ganz banal, wenn man nachts um vier Uhr raus muss, weil man abends zu viel getrunken hat… 😉

Mit der Wahl des richtigen Fahrrads kann man schon den Erfolg solcher Urlaube beeinflussen. Mit einer Trekking-Ausrüstung, auf die man sich verlassen kann, ist auch schon viel gewonnen. Ob man mit viel oder eher wenig Technik reisen möchte, ist wohl eine persönliche Wahl: Manche Menschen wollen bei solchen Touren möglichst technikfrei und naturnah reisen, andere – wie ich – mögen es sich im Urlaub (auch) mit Technik zu beschäftigen (fotografieren, filmen, Drohne fliegen, geocachen, bloggen).

Es gibt wahrscheinlich zwei Arten Radreisende: Die einen lassen sich relativ ungeplant treiben und schauen, was der Tag so bringt. Das kann ganz gut funktionieren, wenn allerdings etwas unvorhergesehen schief geht, dann muss man unter Umständen auch mit Einschränkungen zurechtkommen können. Die anderen planen eine Reise sehr sorgfältig und verschaffen sich dadurch mehr Sicherheit unterwegs (z.B. was Lebensmittelversorgung oder Übernachtungsmöglichkeiten angeht). Allerdings verpasst man manchmal auch Möglichkeiten und Chancen, weil man einem gewissen Zeitplan unterworfen ist, wenn man abends einen bestimmten Ort erreichen will/muss. Ich gehöre klar zur letzteren Kategorie, wobei ich in letzter Zeit auch überlege mehr spontan auf meine Umwelt zu reagieren und Übernachtungsplätze nur noch als Möglichkeiten einzuplanen. Dann kann man an einem Tag auch mal weniger und am nächsten mehr fahren, oder andersrum. Ich wurde beispielsweise mal in Italien von einem überholenden in der Nähe wohnenden Ehepaar auf dem Tandem spontan zum Essen eingeladen, musste das aber ausschlagen, weil ich sonst Mühe gehabt hätte meinen Campingplatz rechtzeitig zu erreichen.

Wie auch immer man mit dem Rad reisen (schnell, langsam, viele oder wenige Kilometer), übernachten (Pensionen, auf dem Campingplatz oder wild zelten) und sich ernähren möchte (Restaurant, Supermarkt, selbst kochen) – es kann eine großartige Erfahrung mit vielen Erlebnissen sein, die man im Pauschalurlaub oder stationären Urlaub nicht machen kann. Ich kann es nur jedem empfehlen!
Und vielleicht helfen die weiteren Seiten hier ja ein wenig um Anregungen zu sammeln oder Nützliches in Erfahrung zu bringen…

Blumengruß am Anhänger


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